Für den Antragsteller besteht keine Verpflichtung, sich im Verfahren durch einen Rechtsanwalt oder Rechtsbeistand vertreten zu lassen (Art. 24).

Inhaltlich muss der Antrag auf Erlass eines EU-Zahlungsbefehls folgende Angaben enthalten:

a) Namen und Anschriften der Verfahrensbeteiligten und ggf. ihrer Vertreter sowie des Gerichts, bei dem der Antrag eingereicht wird;

b) Höhe der Forderung einschließlich Hauptforderung und gegebenenfalls Zinsen, Vertragsstrafen und Kosten;

c) bei Geltendmachung von Zinsen: Zinssatz und Zeitraum, für den Zinsen verlangt werden, es sei denn, gesetzliche Zinsen werden
    nach dem Recht des befassten Staats automatisch zur Hauptforderung hinzugerechnet;

d) den Streitgegenstand einschließlich einer Beschreibung des Sachverhalts, der der Haupt- und ggf. Zinsforderung zugrunde liegt;

e) Bezeichnung der Beweise, die zur Begründung der Forderung herangezogen werden;

f) Gründe für die Zuständigkeit, und für den grenzüberschreitenden Charakter der Rechtssache (Art. 3);

g) Erklärung, dass der Antragsteller die Angaben nach bestem Wissen und Gewissen gemacht hat, und dass er anerkennt, dass jede vorsätzliche falsche Auskunft angemessene Sanktionen nach sich ziehen kann.

Außerdem kann der Antragsteller in einer Anlage zum Antrag bereits erklären, dass er die Überleitung in ein ordentliches Verfahren im Sinne des Artikels 17 für den Fall ablehnt, dass der Antragsgegner Einspruch einlegt. Dies hindert den Antragsteller jedoch nicht, das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt, in jedem Fall aber vor Erlass des Zahlungsbefehls, hierüber zu informieren.

In Deutschland fordert das Gericht den Antragsteller im Rahmen der Einspruchsmitteilung (Art. 17 Abs. 3) auf, das Gericht zu bezeichnen, das für die Durchführung des streitigen Verfahrens zuständig ist. Das Mahngericht setzt dem Antragsteller hierfür eine nach den Umständen angemessene Frist und weist ihn darauf hin, dass dem für die Durchführung des streitigen Verfahrens bezeichneten Gericht die Prüfung seiner Zuständigkeit vorbehalten bleibt. Die Aufforderung ist auch dem Antragsgegner mitzuteilen.

Nach Eingang der Mitteilung des Antragstellers hinsichtlich des für die Durchführung des streitigen Verfahrens zuständigen Gerichts gibt das Mahngericht das Verfahren von Amts wegen an das bezeichnete Gericht ab. § 696 Abs. 1 Satz 3 bis 5, Abs. 2, 4 und 5 sowie § 698 gelten entsprechend. Die Streitsache gilt als mit Zustellung des EU-Zahlungsbefehls rechtshängig geworden, wenn sie nach Übersendung der Aufforderung zur Benennung des zuständigen Gerichts und unter Berücksichtigung der dafür gesetzten Frist alsbald abgegeben wird.